Blog

The future is „mingled“

                               40309718_292814351537118_274449608510275584_n

Die Vielzahl der Menschen ist immer noch davon überzeugt, dass das „normale“ und monogame Beziehungsmodell das einzig richtige und erfüllende darstellt und verteufelt unterschwellig oder offenkundig die sogenannten Mingles. Die Mingles wollen angeblich nur eine Beziehung führen, ohne es Beziehung zu nennen, um jederzeit den Notausstieg nehmen zu können. Mingles wollen ja nur keine Verantwortung übernehmen und haben Angst, dass der nächste „bessere und schönere Partner“, nur um die nächste Ecke auf sie wartet. Ach, stimmt das? Ich dachte auch mal genau so!

Was ist, wenn wir in unserer Gesellschaft grundsätzlich Beziehungsmodelle überdenken sollten und einfach nicht mehr zurückblicken, welches Lebensmodell unsere Eltern und Großeltern konstruiert haben, sondern unsere eigenen „modernen“ Bedingungen, Grundsätze und moralischen Werte festlegen? Polygame Beziehungen, Co-Parenting, offene Beziehungen, etc. sind realisierte Modelle, die schon beweisen, dass nicht alle mit dem veralteten Strom mitschwimmen wollen und sich „mehr“ wünschen. Freunde können außerdem auch Familienersatz sein und es sollte wichtiger sein, seine Freundschaften zu pflegen, als seine Freizeit ausschließlich darauf zu verwenden, drei Mal die Woche Tinder-Dates zu haben, um möglichst bald einen Braten in die Röhre zu schieben und als Paar auf Grillparties den Kartoffelsalat beizusteuern.

Natürlich sind Treue, Vertrauen, Verlässlichkeit und sich gegenseitig Rückhalt und Schutz zu bieten, wundervoll, aber manchmal können wir diese ganzen Parameter einfach nicht leisten. Manchmal ist das Leben ein Arschloch und wir sind einfach nicht fähig oder gewillt, jemandem alles zu geben, was er verdient hat, weil wir dummerweise selber gar nicht wissen, was wir verdienen und wen oder was wir brauchen. Es gibt Phasen in unserem Leben, da loten wir aus, wir probieren, kreieren und suchen nach uns selbst, weil wir irgendwo auf dem Weg zum Erwachsenwerden zwischenzeitlich vom Kurs abgekommen sind und eigentlich einfach nur schaukeln gehen möchten.

Für solche Momente sind Beziehungen, die wir keine Beziehungen nennen, vielleicht genau das Richtige. Ich halte solch ein Mingle-Dasein nicht länger für ein feiges Unterfangen, sondern für eine mutige Entscheidung weiterzumachen, obwohl der innere Sturm tobt oder man seinen emotionalen Kompass in den tosenden Wellen des Lebens verloren hat. Jemanden in sein Leben zu lassen und der Stagnation keinen Raum zu bieten, ist immer mutig und vertrauensvoll sich selbst gegenüber, denn das bedeutet: „Ich gebe nicht auf, ich lasse jemanden an mich ran. Ich mache weiter. Für mich.“ und das ohne den Druck zu haben, dass sie oder er jetzt die einzig Wahre für immer sein MUSS. Ich betrachte dies alles als Versuch-macht-klug-Projekte und eine Ode an den Hedonismus, wenn nicht sogar einfach Balsam für die geschundene Generation Y-Seele.

Warum soll man als Single, egal ob weiblich oder männlich, allein bleiben oder sich von One Night Stand zu One Night Stand hangeln, wenn man jemanden, den man vielleicht sogar wirklich einen Freund nennen kann, in sein Leben, auf seine Couch und in sein Bett lassen und sich gegenseitig Halt bieten kann? Weil man nur mit jemandem schlafen und „Netflix and Chill“ betreiben sollte, den man liebt? Wer hat das festgelegt? Deine Großeltern? Die katholische Kirche?

Oder ist das einfach nur eine romantische Wunschvorstellung von dir, weil du „Bridget Jones“ schon fünf mal gesehen hast und deshalb weißt, dass man doch selbst, wenn man ganze fünf Kilo zu viel auf den Hüften hat, die wahre Liebe finden wird? Über die „wahre Liebe“ und „den oder die einzig Wahre/n“ könnte ich noch 25 Blogposts verfassen, deshalb nur so viel: Wenn wir weniger damit beschäftigt sind, die Eine oder den Einen zu suchen, können uns wertvolle Beziehungen (denn auch eine Nicht-Beziehung ist irgendwo doch eine!) durch die Lappen gehen, weil wir den Blick für das Wesentliche verlieren: Das Leben ist zu kurz, um nur in eine Richtung zu blicken und die zeitlich begrenzten „Rastplätze“ mit einem guten Menschen, mit dem wir auch ohne Beständigkeit glücklich sein können, zu verpassen. Gemeinsam wachsen kann man auch in einer absehbar begrenzten Zeitspanne und vielleicht lernen wir uns auf diesen Rastplätzen selbst kennen und lieben? Natürlich sind Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit bei diesem Thema ein Muss. Manche Regeln muss man einfach aufstellen, selbst als „verantwortungsloser Mingle“.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man durch jeden Menschen, der ins eigene Leben tritt, etwas lernt. Mögen die Erfahrungen positiv oder negativ sein, Lektionen sind sie in jedem Falle und es bedarf Mut und Ausdauer von Lektion zu Lektion zu wandern, ohne sich auf ein einziges „richtiges“ Lebens- und Beziehungmodell für die eigene Zukunft zu versteifen.

Bist du der Meinung deine Doppelhaushälfte, die zwei Autos, deine anderthalb Kinder und dein Golden Retriever sind das, was dich letztendlich glücklich machen wird und weil du dieses Konstrukt forcierst, ist es das einzig richtige für dich? Wieso lässt du dich nicht einfach treiben, nimmst die Blumen am Wegesrand einfach dankend an und siehst ihren Zauber? Versteh‘ mich bitte nicht falsch, ich finde Ehrgeiz auch in Beziehungsfragen nicht verwerflich, aber können wir bei der ganzen Selbstoptimierung, dem Social Media-Ich-muss-alles-teilen-weil-sonst-ist-es-nicht-wahr-Kram und im Warum-habe-ich-nicht-so-einen-Hintern-wie-die-Kardashians-Zeitalter, nicht den Druck rausnehmen und aufhören auch noch ernsthaft zu glauben, dass wir einsam und elendig verrecken werden, wenn wir mit 32 nicht schon verheiratet und scheiße glücklich sind? Bist du einsam, weil du keinen festen Partner hast oder bist du einfach nur schlecht darin, Freundschaften zu pflegen und dich bei deinen Verwandten zu melden, die liebend gern wissen würden, wie es dir geht und mal gern auf eine Limo vorbeikommen würden? Wenn du Kinder willst und der Vater oder die Mutter deines Kindes ist noch nicht in Sichtweite, dann finde dich damit ab oder tu dich mit jemandem zusammen, der den gleichen Wunsch hat. Co-Parenting is a thing now.

Auch Mingle-Erfahrungen und die oftmals verteufelte Freundschaft-plus können dafür sorgen, dass du wächst und was noch viel wichtiger ist: Dich selbst lieben lernst, weil dich jemand mit Respekt und Güte behandelt oder selbst wenn das leider nicht der Fall ist, lernst du, was du ganz bestimmt nicht brauchst. Und bevor man diese Erfahrungen nicht gemacht hat, kann man ganz sicher nicht mit Bestimmtheit sagen, wer denn nun die einzig Richtige oder der einzig Richtige ist, wenn sie oder er an die Tür klopft.

Genieße dein Leben, denn morgen könnte es schon vorbei sein! Du hast alles verdient, was das Leben und die Liebe dir zu bieten hat. Nimm es an!

In verantwortungsloser Liebe,

deine Alina

Vom Aufwachsen zwischen zwei Kulturen

37808093_10212668089958237_1101778782097768448_n
Hallo liebe Leser, Moin Moin liebe Mingles!

Wie Ihr seht, habe ich meinen Blog in den letzten Monaten mehr als vernachlässigt. Mein Leben verlief nicht nach Plan und damit lag auch meine Inspiration brach und wenn ich schreibe, dann möchte ich, dass es für mich von Bedeutung ist, sodass es auch eventuell für irgendjemanden dort draußen von Bedeutung sein kann. Somit schreibe ich Euch heute wieder voller Tatendrang!

Vor genau 27 Jahren wurde dieses Foto von mir am Moskauer Flughafen geschossen. Das letzte Foto als Russlanddeutsche in Russland, das Ende einer Ära einer ganzen Familie, ein Neuanfang in der fremden Heimat und ein Aufbruch in eine vielversprechendere Zukunft. Seit 27 Jahren bin ich in diesem schönen Land, aber aller Anfang ist schwer und manchmal ist es auch heute noch anstrengend. 

Ich weiß, wie es ist, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen und dies hat nicht nur schöne Seiten: In Russland waren wir „die Nazis“, in Deutschland „die Kommunisten“. Kinder sind grausam, die meisten Lehrer sind dämlich und blind und Menschen im Allgemeinen können so unfassbar dumm sein. Ich bin froh, dass es diese ganzen Kackbratzen im Laufe meiner Kindheit nicht geschafft haben, mir meine positive Energie zu rauben! Überhaupt müssen Kinder von Alleinerziehenden laut Meinung einiger „auserwählter“ Pädagogen sicherlich asozial sein. Das ist eigentlich das Top-Kriterium für Asozialität!

Wir hatten keinen leichten Start in Deutschland, jedoch bin ich mehr als dankbar dafür, dass meine Mutter diese Entscheidung getroffen und als studierte und diplomierte Chefin über 150 Leute ihren Dienst quittierte, um ihrer Tochter ein besseres Leben zu bieten. Wir waren keine Flüchtlinge (meine Vorfahren zwar schon!), aber wir mussten uns auch jeden Tag beweisen und mit fremdenfeindlichen Aussagen kämpfen. Ich habe immer mit meiner „nationalen Identität“ gehadert und mich oftmals keiner Nationalität so richtig zugehörig gefühlt und das bloß durch wahnwitzige Aussagen von Außen. Ich habe nie Russisch gesprochen, meine Mutter legte größten Wert darauf, dass ich ohne Akzent aufwachse und es in der Schule leichter habe. Dafür bekam ich die Quittung von beiden Seiten: Viele Russen oder Russlanddeutsche verstanden oftmals nicht, wie ich meine „Herkunft verraten kann“, weil ich die Sprache nicht beherrsche und die „deutschen Deutschen“ haben mich trotzdem als Russin betrachtet, auch wenn ich außer „Priwet“ (Hallo!) und „Paka“(Tschüss!)  kaum etwas Passables zustande brachte. Selbst an der Universität, als ich dann endlich mal einen Russischkurs belegen wollte, um das Kyrillische wenigstens lesen und schreiben zu können, hatte ich mit Problemen zu kämpfen: Ich wollte angeblich nur Creditpoints erschleichen und gehöre nicht in diesen Kurs., weil ich ganz sicher nur so tun würde, als könnte ich kein Russisch. Danke Frau Dr. Bryan für diesen Einblick in universitäre Strukturen an der Uni Wuppertal, die sich scheinbar durch Geringschätzung für Ehrlichkeit und durch unnötige Ignoranz auszeichneten. Danke für die Demütigung im Russischkurs vor allen anderen Kommilitonen*Innen! Mit Anfang 20 hatte ich an solchen Aussagen hart zu knabbern und einfach noch nicht den Biss, mich gegen solche Dummheiten zu wehren.
Erst nach meinem Satz:“Ich dachte ich wäre hier an einer Universität, umgeben von intelligenten Menschen, die sich auch vorstellen können, dass man in einem anderen Land geboren sein kann, ohne die dortige Sprache zu sprechen.“ wurde mir überhaupt erst zugehört.

Egal wie man es als Russlanddeutsche wohl angeht, man macht es falsch. Dieser Eindruck wurde mir im Laufe meines Lebens immer wieder bestätigt. Sei es der Schuldirektor an meinem ersten Schultag, der meine Mutter erzürnt darauf „hinwies“, dass sie mich noch dringend zum Förderunterricht anmelden müsse. Auf die Frage warum, antwortete er nur:“Sie kommen doch aus Russland!“ Ich stand da in meinem neuen Blümchenkleid mit weißem Kragen, einer Palme auf dem Kopf mit einem pinken Haargummi und mit meiner roten Schultüte aus Filz mit einem lustigen Hund darauf und verstand nicht, was dieser große böse Mann von meiner Mama wollte. Zwei Jahre später war ich Klassenbeste in seiner Klasse. Zu erwähnen, dass ich nie einen Förderunterricht besuchte, ist wohl obsolet.

Auf einer Privatschule in der fünften und sechsten Klasse lernte ich dann erst richtig kennen, was Mobbing aufgrund von Fremdenfeindlichkeit bedeutete. Eine 11-jährige versteht nicht, warum sie Kalaschnikovs im Keller haben soll, was sie mit Gorbatschow am Hut hat und Sätze wie „Du bist in Russland geboren, du wirst niemals eine Deutsche sein!“ sorgten für Tränen und die immerwährende Frage „Was stimmt denn nicht mit mir?“. Aber gut, Kinder sind grausam und verzogene Balger reicher Eltern erst Recht. Als ich die Bonzenschule verlassen konnte, trainierte ich mir innerhalb von sechs Wochen Sommerferien mein rollendes „R“ zwanghaft ab, um an der neuen Schule nicht als Russlanddeutsche aufzufallen. Das klappte sogar sehr gut und heute frage ich mich, wie verzweifelt eine 13-jährige sein muss, um bewusst ihre eigene Aussprache zu anzupassen, um in Bezug auf ihre Herkunft endlich unsichtbar zu werden. Das klappte so gut, ich musste einem Mitschüler in der elften Klasse den Geburtsort auf meinem Ausweis zeigen, weil er nicht glauben konnte, dass ich Russlanddeutsche sei. Florian weiß wohl bis heute nicht, wie bedeutend das für mich war. Ich hatte die Unsichtbarkeit in Bezug auf meine Nationalität erreicht. Auch wenn ich dies inzwischen mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte: Danke, Florian!

Und an die ganzen Kackbratzen: Danke für diese Lektionen im Leben! Danke, dass Ihr mich mit Eurer ungeheueren Dummheit und Intoleranz stärker gemacht und auf diese oftmals harte Welt vorbereitet habt! Ich bin, was oder wer auch immer ich sein will und wenn es ein verdammtes Einhorn mit grünen Flügeln und eingebautem Kühlschrank ist, dann ist das so und Ihr könnt rein gar nichts dagegen ausrichten! Um bei Eurem Niveau zu bleiben: Ätschibätsch!

Doswidanja,

Eure Alina.

PS: Ich war ein verdammt cooles Kind. Beweisstück A:

524171_3552448050959_1146758248_n

Von der Einsamkeit der halben Kugelmenschen

Hallo liebe Mingles, Singles, Beziehungsmonster und die, die es noch werden wollen,

dann und wann passiert es auch mal im Leben eines Mingles, da hängt dieser kühn die Belanglosigkeiten des Lebens, die mit einer gewissen Promiskuität des Mingle-Daseins zwangsweise einhergehen, an den Nagel und betritt das unbekannte Terrain einer Beziehung; mit einem Partner, einem realen echten Partner! Hinzukommen die ganz gewöhnlichen Verrücktheiten wie das Kennenlernen der Eltern, schmalzige WhatsApp-Nachrichten, die Schmetterlinge im Bauch und ein ungewohntes Gefühl der Beständigkeit. „Sie kennen das!“ Aufgrund der Tatsache, dass der frisch vergebene Homo sapiens sapiens sich nun zusätzlich durch die Augen seines Partners betrachten, sich unter Umständen damit zum ersten Mal wirklich mit sich selbst beschäftigen muss und damit in eine tiefe Sinnkrise stürzen könnte, darf man sich auch die Frage stellen: Woher weiß ich, dass es das jetzt ist?

Im antiken Griechenland gab es die relativ populäre Sage der Kugelmenschen. Wenn du diese noch nicht kennst, Wikipedia weiß Rat:

„Im Symposion wird der Verlauf eines Gastmahls beschrieben, an dem sechs Teilnehmer Reden über Eros und die Erotik halten. Jede der Reden beleuchtet das Thema unter einem besonderen Aspekt. Als vierter Redner kommt Aristophanes an die Reihe (…)

Dem Mythos zufolge war die menschliche Natur ursprünglich ganz anders als die den Zuhörern vertraute. Die Menschen hatten kugelförmige Rümpfe sowie vier Hände und Füße und zwei Gesichter mit je zwei Ohren auf einem Kopf, den ein kreisrunder Hals trug. Die Gesichter blickten in entgegengesetzte Richtungen. Mit ihren acht Gliedmaßen konnten sich die Kugelmenschen schnell fortbewegen, nicht nur aufrecht, sondern auch so wie ein Turner, der ein Rad schlägt. Es gab nicht nur zwei Geschlechter, sondern drei: Manche Kugelmenschen waren rein männlich, andere rein weiblich, wiederum andere – die andrógynoi – hatten eine männliche und eine weibliche Hälfte. Die rein männlichen stammten ursprünglich von der Sonne ab, die rein weiblichen von der Erde, die androgynen (zweigeschlechtlichen) vom Mond.

Unbenannt

Die Kugelmenschen verfügten über gewaltige Kraft und großen Wagemut. In ihrem Übermut wollten sie sich einen Weg zum Himmel bahnen und die Götter angreifen. Der Himmelsherrscher Zeus beriet mit den anderen Göttern, wie zu verfahren sei. Die Götter wollten das Menschengeschlecht nicht vernichten, denn sie legten Wert auf die Ehrenbezeugungen und Opfer der Menschen. Daher entschied sich Zeus, die Kugelmenschen zu schwächen, indem er jeden von ihnen in zwei Hälften zerschnitt. Diese Hälften sind die heutigen zweibeinigen Menschen. Aus der Sicht des Zeus bestand ein zusätzlicher Vorteil dieser Maßnahme darin, dass sich die Anzahl der Menschen und damit auch der Opfer für die Götter verdoppelte. Für den Fall, dass die Bestraften weiterhin frevelten und keine Ruhe hielten, plante er, sie nochmals zu spalten; dann müssten sie künftig auf einem Bein hüpfen. Der Gott Apollon erhielt den Auftrag, die Gesichter zur Schnittfläche – der heutigen Bauchseite – hin umzudrehen und die Wunden zu schließen, indem er die Haut über die Bäuche zog und am Nabel zusammenband. Am Nabel ließ er Falten zur Erinnerung an die Teilung zurück. Die Geschlechtsteile blieben auf der anderen, früher nach außen gewendeten Seite, der jetzigen Rückenseite.“

Als Notiz am Rande: Ist es nicht faszinierend, wie vermeintlich fortschrittlich die griechischen Philosophen Homosexualität und Androgynität als selbstverständlich betrachteten? Da könnte sich die AfD im Jahre 2018 auch noch eine ganz gewaltige Scheibe von abschneiden! Dass die alten Philosophen auch gerne Geschlechtsverkehr mit gutaussehenden Jünglingen hatten, besprechen wir an dieser Stelle nicht, da die Knabenliebe heute nicht mein Thema darstellt… Aber spannend ist es allemal!

Nun irren also diese halben Kugelmenschen auf der Erde herum und suchen ihr Gegenstück. Wenn wir ins Hier und Jetzt schauen, existiert ein ähnlicher Mythos: Den Einen oder die Eine tatsächlich zu finden, unseren Gegenpart, unseren Seelenverwandten, unsere andere Hälfte des einstigen Kugelmenschen. Ob wir dies in einer Transferzeit von Smartphone und Tinder wirklich leichter finden, sei mal dahingestellt. Wie ich schon in einem Stern-Kommentar vor Jahren schrieb:

img_9054

W­­­­­oher weiß man, dass es vorbei ist mit dem Tindergarten und die Eine oder der Eine dir da gerade dämliche Emojis schickt, um dir den Tag zu versüßen? Was sind die Grundvoraussetzungen dafür, dass man sich überhaupt auf jemanden einlässt? Wie kommt man von der Single- und Mingle-Zone in die „Beziehungszone“?

Jemanden kennenzulernen ist nun mal nicht schwer, ob vom Sofa aus, im Teletext (Brüller!) oder auf der Straße/im Club/im Fitness Studio. Alles ist möglich!

Doch was hier bislang für den ein oder anderen so furchtbar belanglos klingt, ist in meinen Augen mit unwahrscheinlich vielen Zufällen verbunden. Diese Zufälle müssen zuerst einmal zusammenspielen, damit eine Beziehung zustande kommt und im Nachgang auch noch wirklich relevant für dich und deine Zukunft sein kann. Und das stellt auch die Essenz und die Intention meines heutigen Blogeintrags dar. Ich stehe einfach nur verwundert wie ein Kind vor der Tatsache, dass Menschen es tatsächlich schaffen einander zu finden. Wie unwahrscheinlich und wundervoll zu gleich? Im Anschluss auch noch zusammen zu bleiben und sich als Ganzes gemeinsam weiterzuentwickeln wäre dann die nächste Reise, die ansteht.

Meinem Empfinden nach, muss man oftmals exakt den richtigen Moment abpassen, indem man den richtigen Grat zwischen Verletzlichkeit und Selbstwertschätzung erreicht hat, um nach einem anfänglichen „Du bist ziemlich cool!“ den nächsten Schritt gehen zu können und zu verkünden „Also irgendwie will ich dich behalten.“ Und das Komplizierte daran ist, dass der andere in einer ähnlichen emotionalen Verfassung wie man selber sein muss und DANN muss man sich ja auch noch unter acht Milliarden Menschen begegnen. Abgesehen davon, dass man es in unserer Generation Y auch noch gebacken kriegen muss, dem anderen auch wirklich zu schreiben, wenn man den- oder diejenige mag. Und nicht wochenlang in seine Chipstüte flennt, weil das Objekt der Begierde seit 24 Stunden nicht geantwortet hat, man ja jetzt nicht als „Schwächling“ dastehen möchte und deshalb nicht als erste/r schreibt. Wer hat sich DIE Scheiße eigentlich ausgedacht?

Ich befinde es als furchtbar schwierig, sich auf einen Menschen einzulassen, wenn man sich selbst in einer geradezu narzisstischen Phase befindet, in der man sich selbst so fabelhaft findet, dass man sowieso der Meinung ist, dass niemand gut genug für einen sein kann.

Gerne schwankt es aber auch mal in das andere Extrem: Sich selbst ätzend zu finden, trägt dazu bei, dass man sich in ungesunden und von Abhängigkeit nur so strotzenden Beziehungen wiederfindet, nach denen man sich im Nachgang nur denkt: “Die Erfahrung hätte ich mir jetzt auch sparen können.“ Denn, wie es schon in dem wunderbaren Film und einer meiner persönlichen Lieblings-Feel-Good-Movies „Vielleicht lieber morgen“(engl: „The perks of being a wallflower“) auf den Punkt gebracht wurde: „Man akzeptiert immer denjenigen, den man meint zu verdienen.“

Aus all diesen genannten Gründen kann man solche Dinge nie erzwingen, braucht es doch so unglaublich viele Zufälle, um eine Beziehung auch nur zur Option werden zu lassen, die auch noch wirklich von Bestand ist. Eine Garantie, dass man nicht nur in das Verliebtsein verliebt ist, gibt es dann auch immer noch nicht. Man kann eigentlich nichts weiter tun, als zu leben (Wirklich zu leben! Nicht nur Abends RTL schauen und hoffen, dass der Ritter auf seinem Schimmel in dein Wohnzimmer galoppiert kommt!), offen durch die Welt zu gehen und in Sachen Zukunft positiv gestimmt zu sein.

Nach Trennungen oder anderen Lebensereignissen, die die eigene Seele in tiefschwarze Nacht stürzen ist unser „inneres Seelenpendel“ aus dem Gleichgewicht geraten (Obacht! Jetzt wird’s esoterisch, ich zünd‘ schon mal ein Räucherstäbchen an!) und schwingt unkontrolliert zwischen „Ich bin alleine eh viel glücklicher!“ und „Ich werde einsam sterben, und meine Katzen werden mein Gesicht fressen, nachdem ich über den Jordan gegangen bin.“. Trennungen und Liebeskummer führen dazu, dass wir unseren eigenen gesunden Rhythmus verloren haben und diesen wieder zu finden stellt ein hartes Stück Arbeit dar. Eine Prämisse in diesem Spiel ist aber leider nicht beeinflussbar, und zwar: Die Zeit! Die Zeit erscheint als unser Feind, robbt sich doch so langsam dahin und alle Freunden sagen uns wie im Chor: “Die Zeit heilt alle Wunden!“ Doch anstatt schlichtweg auf diesen Zeitpunkt zu warten, wenn nur noch die Narben des zuvor gebrochenen Herzens vorhanden sind, kann man diese aus dem Takt gekommene Zeit für so viele Dinge nutzen! Gibt es einen besseren Zeitpunkt, als Dummheiten zu begehen, die man nur mit seiner besten Freundin nach einer Flasche Tequila begeht? Gibt es einen besseren Zeitpunkt, als sich alleine Zuhause mit einer Familienpackung Eiscreme vor den Fernseher zu fläzen und einfach gar nichts zu tun? Gibt es eine bessere Zeit als alle möglichen Dinge auszuprobieren und zu erleben, um sich selbst zu spüren und damit wieder einzupendeln, als nach einer Trennung oder einer unerwiderten Liebe? Diese Zeit ist genauso wertvoll und kostbar wie die schönen und unschönen Zeiten einer Beziehung, die ebenso den Erfahrungsschatz so viel reicher machen.

Wenn man dann mit Ehepartner, zweieinhalb Kindern, Golden Retriever, Bausparvertrag in der Reihenendhaushälfte sitzt, denkt man an diese Zeit zurück und erinnert sich wie viel man fühlen konnte. Fühlen kann man dann hoffentlich immer noch, nur das Gefühl der Beständigkeit und Sicherheit kommt dazu, die wohl mit zunehmenden Alter des Mingles gerne einen geheimen Wunsch darstellt. Beständigkeit ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Langeweile, sondern viel mehr damit, dass der Mensch sich mit zunehmender Reife darüber bewusst wird, dass das Auf- und Ab von Gefühlen und der extreme Wechsel zwischen Hell und Dunkel unglaublich ermüdend ist und vollends erschöpft und glücklich ist man bekannterweise nur nach den wenigsten Aktivitäten…

Man sagt, haben sich zwei Menschen (die zwei Hälften des einen Kugelmenschen) wieder gefunden – kann sie nichts mehr auseinander reißen. Waren sie doch schon immer eins.

 

In diesem Sinne,

ein wunderschönes Wochenende und ganz viel Liebe!

Eure Alina

Ignoranz. Oder was mich wütend macht, weil es mich wütend macht.

Hallo liebe Mingles,

heute muss ich mir mal etwas Luft machen und ich hoffe Ihr verzeiht mir diese Intention meines Blogposts! Ihr kennt bestimmt diese Situation: Man sitzt bester Laune mit Freunden, Familie oder Kollegen zusammen, unterhält sich über Brangelina, Biersorten und den Begriff „Angst“ bei Kierkegaard – also die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – und auf einmal kommt da dieser eine Satz:

„Da hat ja jeder seine eigene Meinung!“

…und innerhalb von Millisekunden verfinstert sich meine Miene. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin grundsätzlich ein positiver und versuchshalber auch genügsamer Mensch, aber in solchen Situationen möchte ich meinen Kopf so oft auf die Tischplatte schlagen, bis ich den ganzen Mumpitz um mich herum nicht mehr hören kann. Nun möchte ich nicht behaupten, dass ich Ms. Superbrain bin, jedoch bilde ich mir ganz gewaltig ein, ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewusstein inne zu haben, was allein schon zu gewaltiger Verwirrung bei meinen Mitmenschen führt.

Dieses Streben nach Gerechtigkeit hatte ich schon seit meiner Kindheit und es hat mich schon damals in Zusammenarbeit mit meiner großen Klappe ständig in Schwierigkeiten gebracht, aber inzwischen möchte ich mein Gerechtigkeitsbewusstsein und den Drang nach Toleranz und Offenheit überhaupt nicht missen, denn es ermöglicht mir eine andere Sicht auf die Menschen und meine Umgebung. Schon als Kind hatte ich den subjektiven Eindruck, dass ich die Dinge irgendwie anders wahrnehme und verstehe als mein Umfeld. Erst durch mein Philosophie Studium konnte ich feststellen, dass ich nicht die einzige bin, die zu viel grübelt, um die Ecke denkt und sich alles irgendwie komplizierter macht, als es eigentlich ist. Und im Prinzip komme ich nur zu der Fragestellung, warum nicht einfach alle mal nett zueinander sind. Bei vielen diskussionswürdigen Themen bin ich durch diese Umstände definitiv eine wahnsinnig übertolerante linksversiffte Gutmenschentante, doch selbst meine Toleranz nimmt ein Ende, bei diesem einen Satz!

Mich ärgert es einfach wahnsinnig (und dann ärgere ich mich darüber, dass ich mich ärgere!), wenn Menschen ihr gefährliches Halbwissen in die Welt hinausspucken, ohne dass es ihnen zumindest peinlich wäre. Als wenn der ebenso beliebte, wie gefährliche Halbsatz: „Aber das ist nur meine Meinung!“ es irgendwie besser machen würde, wenn man verbalen Abfall von sich gibt. Wenn man sich doch eigentlich absolut im Klaren darüber bist, dass man von einem Thema keine Ahnung hat und bisher nicht mal (!) einen VICE-Artikel darüber gelesen hat, dann sollte man doch imstande sein der Welt mitzuteilen: „Ich habe davon keine Ahnung!“ oder noch besser und weitaus ehrlicher wäre ein „Juckt mich nicht!“. Aber nein, das wäre nun mal zu einfach für mein Seelenkostüm. Stattdessen kommt dann ein peinliches Gestotter, wenn man nach expliziten Quellen fragt oder wenn man die besseren Argumente hat erneut ein simples: „Das ist halt meine Meinung!“ *Kopf auf Tischplatte* Die Erklärung „Ich empfinde das nun mal so!“ würde mir zumindest eher irgendwie begreiflich werden…

Nun gerate ich tagtäglich über solche Stolpersteine, weil ich und mein Lebensstil für den Ottonormalverbraucher einen fruchtbaren Kritikboden darbieten, die des Öfteren dann gerne zur Diskussionszone umfunktioniert werden, um mich langsam aber sicher mürbe und wahnsinnig zu machen. Beliebte Fragen sind dann beispielsweise:

„Wann bist du endlich fertig mit dem Studium?“; „Was macht man denn bitte mit Philosophie?“; „Da arbeitest du? “; „Wieso hast du keinen Freund?“; „Willst du nicht bald mal Kinder kriegen?“

Hinzukommt, dass ich frecherweise, kein Fleisch esse und tatsächlich des Öfteren schon mal ein Buch aufgeschlagen habe, indem es nicht ausschließlich um reiche Sadomaso-Glitzer-Vampire im Rollstuhl geht, die nur noch sechs Monate zu Leben haben! Auch wenn ich wünschte, ich hätte mehr Geduld und Zeit, um unendlich viel mehr Bücher zu lesen. Aber das ist eine andere Trauergeschichte. Momentan bin ich froh, wenn ich meine knapp Dutzend Artikel pro Tag lese und mich einigermaßen informiert fühle, über das, was da so geschieht auf unserem schön schrecklichen Erdball.

Ich schaffe es also tatsächlich, neben dem ganzen Kein-Fleisch-essen und rumphilosophieren, über das tägliche Weltgeschehen informiert zu sein und mir daraus eine Meinung zu bilden oder es zumindest zu versuchen. Wenn mich etwas interessiert oder ich etwas nicht verstehe, dann recherchiere ich, falls ich es dann immer noch nicht verstehe, diskutiere ich es auch gerne mit Freunden. So weit, so easy. Sollte man meinen! Doch leider erschwert es meinen Alltag und den Umgang mit Mitmenschen insofern, dass vielen Individuen und ich würde beinahe behaupten, den meisten Individuen, das aktive Zuhören abhandengekommen ist, bzw. haben sie es noch nie besessen. Sie berichten von ihrer Meinung, ausschließlich um sie loszuwerden. Es werden Meinungen herausposaunt, um Stellung zu beziehen, weil es „wichtig“ und „cool“ erscheint, Stellung zu beziehen, um seinen Platz in der Welt zu manifestieren und sich selbst ganz sicher in eine Schublade zu stecken, ohne darüber nachzudenken, ob das Mitteilen des Geschwafels einen Mehrwert für sich oder die Außenwelt darstellt und ob diese Schublade wirklich so knorke ist.

Viele Menschen in meinem Umfeld oder sehr weiten Bekanntenkreis sind jedoch der Ansicht, dass man sich eine Meinung bilden darf/soll/muss, einfach nur weil man atmet. Ich bin wiederum der Meinung, dass die Leute anfangen sollten, sich weniger subjektive Meinungen zu bilden und vielmehr beginnen sollten, sich zu informieren und sich auch mal trauen zu sagen „Ich verstehe das nicht! Weißt du darüber vielleicht mehr als ich?“ Das zeugt von weitaus mehr Größe als jeder Bullshit Talk am Stammtisch!

Außerdem stellt „Jeder hat doch seine eigene Meinung darüber!“ nichts weiter als ein Versuch Schlichtung in eine unmögliche Diskussion zu bringen. Ich habe lange genug Geisteswissenschaft studiert, um behaupten zu können, dass man diskutieren kann, ohne de facto zu streiten und nicht einer Meinung sein muss, um weiterhin befreundet/verwandt/verkommilitont zu sein! Warum haben die Menschen in Deutschland so große Angst davor zu diskutieren? Ist aus einem „Ja“ und „Amen“-Gespräch jemals etwas Fruchtbares entstanden? Hat es irgendeine Gesellschaft, einen Staat, eine Kultur, jemals konkret voran gebracht, weil alle sich an den Händen hielten und gesagt haben: “Jo, wir sind alle einer Meinung, halleluja!“

Ich wage zu behaupten, dass ich ein harmoniebedürftiger Mensch bin, aber was will ich mit Menschen, die kein Korrektiv für mich darstellen, mich nicht in Frage stellen können, mir keine Dinge beibringen oder einfach nur mal sagen können „Du, das weiß ich besser als du, jetzt pass mal auf!“ Wie soll ein Mensch wachsen, wenn er in seiner ignoranten Ecke bleibt und die Informationen akzeptiert, die in sein minderbemitteltes Weltbild passen und wie soll der Geist wachsen, wenn niemand da ist, der es besser weiß als du und dies auch mit dir teilen möchte?!

Können wir einfach mal wieder in den Diskurs miteinander treten?! Im Alltag? Im Supermarkt? Im Wartezimmer? Können wir auch einfach mal sagen, was wir denken, weil wir uns darüber informiert haben, weil uns ein Thema am Herzen liegt und wir das miteinander teilen wollen? Können wir wieder lernen aktiv zuzuhören? Zuzuhören, um zu verstehen und nicht zu warten bis der andere endlich fertig ist, damit man seine eigenen Geschichten herausblöken kann?!

Ich würde mir einfach wünschen, dass die Leute, die wirklich Ahnung haben, wieder Bock haben, andere zu informieren und sie nicht dumm sterben zu lassen und die Leute, die einfach keine Ahnung haben, einfach mal wieder öfter die Fresse halten oder sich einfach mal trauen zu sagen „Ey, ich raff das irgendwie nicht. Kannst du mir das mal erklären?“ Bis dahin warte ich auf den Tag, an dem mich bestimmt Sätze nicht mehr aufregen, sondern nur noch langweilen.

Das war es von meine potentiell aggressiven Ergüssen, bis nächste Woche!

Eure Alina

Das „Wir-Monster“

Prolog

Hallo liebe Mingles,

ich versuche zwar so viel fabelhaften Content wie möglich für Euch zu generieren, aber ich muss zugeben, das Vorhaben gestaltet sich gar nicht so leicht, wenn man Vollzeit arbeitet, beinahe täglich nach Hause kommt und auf der Couch ins Koma fällt. Da können meist noch so viele Gedanken und Thesen in meinem Kopf umherschwirren, ich bin froh, wenn ich genug Schlaf bekomme und regelmäßig esse. Wenn ich auch noch selber koche, dann habe ich einen richtig guten Tag! Verzeiht also, wenn ich in so furchtbar unregelmäßigen Abständen meinen Senf in die Welt gebe, ich wünschte ich könnte jeden Tag schreiben, aber irgendjemand muss nun mal meine Miete zahlen und in meinem letzten Urlaub in Marrakesch, Marokko, konnte ich unglücklicherweise keinen gut betuchten Ehemann mit Kamel-Farm finden. Schade, Schokolade.

Ich werde jetzt nicht darüber berichten, was ich in Marrakesch gesehen habe und welche Sightseeing-Orte ich empfehlen kann, denn hierfür gibt es genügend Blogs und Bücher, jedoch möchte ich Euch meine Gefühle beschreiben, die mich in Marrakesch umgetrieben haben: Ich hatte das erste Mal seit geraumer Zeit wieder das Gefühl zu leben und nicht bloß zu existieren und habe im Anschluss ein für alle Mal beschlossen, diese Gefühlslage nicht nur zwei Wochen pro Jahr erleben zu wollen. Ich plane nun große Veränderungen in meinem Leben und meiner sogenannten „Karriere“, aber bis dahin, könnt Ihr Euch die Bilder auf meiner Instagram-Seite anschauen und Euch selbst davon überzeugen, wie glücklich man in zwei Wochen Marrakesch überhaupt sein kann! Meine Freundin Sophia und ich wurden zwei Wochen lang wie Prinzessinnen (Ein Mal pro Jahr, möchte das auch eine vollzeitbeschäftigte Feministin! Don’t hate!)behandelt und ich möchte ganz besonders darauf hinweisen, dass die Männer dort zwar gerne starren oder einen ansprechen, wir aber mit höchstem Respekt behandelt und vor allem zu jeder Zeit mit freudestrahlenden Gesichtern empfangen wurden.

Und zwar genau hier: http://www.instagram.com/instalina.89

Viel Spaß!

Interlog

Nun genug von meinen Adult-First-World-Problems, kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen! Wahrscheinlich kennt Ihr auch das Phänomen genau in der oder in einer abgeschwächten Variante­­­: Sobald die (beste) Freundin/der (beste) Kumpel in einer Beziehung steckt, wart sie/er nie wieder gesehen! Die Rosa-Rote-Brille-Phase wird auf das Höchste ausgekostet und manch eine/r ist sogar in der Lage, den Kontakt vollständig abzubrechen, weil scheinbar war man doch nicht so wichtig für den neuen Beziehungsmenschen, den man mal Freund nannte, wie man sich immer eingebildet hat. Es gibt unterschiedliche Konstellationen und verschiedenste Symptome von Beziehungen, die mit diesem Unruhestifter in der Freundschaft – der neue Partner oder die neue Partnerin des guten Freundes – einhergehen und einer Freundschaft letztendlich vollständig den Gar ausmachen können. Einige seien hier mal beispielhaft dargestellt, gespickt mit gut gemeinten Lösungsvorschlägen, da ich schon des Öfteren in genau solchen Situationen steckte und hoffe meine unbeschreibliche Weisheit mit Euch teilen zu können. Zum Thema Bescheidenheit gibt es demnächst dann noch einen Blogpost. Eventuell. Ich habe echt viele Termine!

 

Die (beste) Freundin hat einen neuen Freund – und du bist ebenfalls ein Weibchen und Single/Mingle.

Wenn wir mal ehrlich sind, leben unsere nachmittäglichen Kaffeetreffs oder abendlichen Wein-Zusammenkünfte vom Philosophieren (!) über das andere Geschlecht und welcher neue (selbsternannte) Don Juan uns denn gerade wieder den Kopf verdreht hat und warum derjenige auch schon wieder (!) massiv einen an der Klatsche hat. Dann kommt der Tag, an dem die Freundin irgendwie verändert ist und mit einer absoluten Ruhe in der Stimme verkündet: „Das isser!“ Oh weh, es ist passiert! Und natürlich freuen wir uns wie Bolle, denn wir lieben unsere Freundin mehr als unsere neuen Sneaker und die Lederjacke aus dem Sale zusammen und wünschen ihr alles Glück der Erde. Doch in manchen Frauen-Freundschaften passiert es, dass die Freundin nach der anfänglich völlig normalen Turtel-Phase mit ihrem Super-Mega-Boyfriend nicht mehr den Weg zurück auf diesen Planeten findet. Zu Anfang einer neuen Beziehung nur ein einziges Thema zu kennen und die ganze Zeit über ihren Traummann zu faseln ist völlig normal, eigentlich wunderschön und ganz natürlich. Hinzukommt, dass wir uns selbst niemals davon freisprechen können, uns ebenfalls schon so verhalten zu haben oder dies noch in naher oder ferner Zukunft passieren wird. Doch eventuell beobachtest du, wie deine Freundin langsam aber sicher zu einem furchterregenden „Wir-Monster“ mutiert, kaum mehr Zeit für ihre Freunde findet und wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit nur noch ein Thema kennt: Ihren Liebsten! Egal wie und wo, auf Toast oder anderswo. Du freust dich schon beinahe auf den Tag, wenn sie sich so richtig über ihn auskotzen will und du da sein kannst, um deinen vollkommen irrationalen Hasskick auf ihn auszukosten. Du hast deine Notizen vorbereitet, die Pro- und Contra-Liste ist an Perfektion nicht zu übertreffen, die Voodoo Puppe sieht wunderhübsch aus, die Flasche Sekt kaltgestellt und die Taschentücher hast du mit Rosenduft besprüht. Doch unter gewissen Umständen bedeutet ihr Verhalten nur noch eines für Eure Freundschaft: Es ist vorbei und du bist urplötzlich allein allein. Und nun?

Lass dir bitte gesagt sein: Wenn deine Freundschaft echt ist und deine Freundin dich beinahe genauso sehr liebt wie ihren Partner, dann findet sie früher oder später den Weg zu dir zurück. Lass sie gehen und beobachte im Stillen, wie sie sich zum Hampelmann macht, rede dir selbst ein, dass du dich niemals so verhalten wirst (Süß! Träum weiter!), aber lass dich auf gar keinen Fall ausnutzen! Zeig deine Grenzen freundlich, aber bestimmt auf. Sie ist gerade nicht Herr ihrer Sinne, aber wenn du ihr wichtig bist, kommt sie bald zurück auf diesen Erdball und erkennt, dass eben nur du sie so verstehst, wie sie es braucht hat, um vollends glücklich zu sein.

Sollte die Freundschaft in die Brüche gehen, dann ist das nun mal eben so und du wirst auch über diesen Schmerz hinwegkommen. Manche Menschen begleiten uns unser ganzes Leben lang und andere sind nur Teil einer ganz bestimmten Episode und das ist auch vollkommen in Ordnung! Das heißt nicht, dass Eure Freundschaft gescheitert ist, sondern ausschließlich, dass sie nicht für die Ewigkeit gedacht war. Nimm die Erfahrungen aus Eurer gemeinsamen Zeit mit und freu dich über das, was du von deiner Freundin lernen konntest und wenn es nur ein perfekter Lidstrich war! Groll zu hegen macht dich nicht glücklicher und dazu auch noch Falten!

Dein Kumpel hat eine neue Freundin und bist ein weiblicher Single/Mingle.

Ganz, ganz miese Kombination… Aber warum? Ihr seid doch nur Freunde und es sollte doch völlig irrelevant sein, ob du weiblich oder männlich bist?! Sind Freundschaften zwischen Mann und Frau überhaupt möglich? Wollen wir Harry und Sally dazu befragen oder einfach mal wild spekulierend von der Tatsache ausgehen, sie seien möglich? Für dieses Projekt gehen wir einfach mal leichtgläubig von der zweiten und etwas gewagteren These aus.

Ich konnte es zwar selbst nicht ganz glauben (dass ich so dämlich war!), aber eine Freundin hat mich erst vor Kurzem darauf aufmerksam gemacht (Danke, Anita!), weil ich mich ständig darüber echauffiert habe, dass ich nichts mehr von Kumpels höre, die neuerdings eine Freundin haben. Durch Anitas Rat hat etwas in mir Klick gemacht und ich habe mich gefragt, wie ich die ganze Zeit nur so naiv sein konnte! Also entweder war Eure Freundschaft von vorneherein kompletter Murks oder Monsieur hat sich in der Zeit Eurer angeblichen Freundschaft nur mit der „Friendzone“ zufrieden gegeben, weil er eigentlich nur darauf gewartet hat, dass du endlich aufwachst und dich ihm voll und ganz hingibst! Deshalb hat er jeden Typen kritisiert, den du kennengerlernt hast, deshalb stand er zu jeder Tages- und Nachtzeit vor deiner Tür, wenn du ihn gebraucht hast. Und du dachtest, deine Freundschaft ist ihm wichtig aufgrund Eurer küchenpsychologischen und tiefenphilosophischen Gespräche.

Auf so einen „Freund“ kannst du verzichten, weil er den Mut nicht aufbringen konnte zu sagen, was er wirklich will und es eventuell nicht mal selber verstanden hat. Das war  aller Wahrscheinlichkeit nach leider keine richtige Freundschaft.

Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, dass die neue Freundin deines Kumpels dich hasst, weil du nicht aussiehst wie ein Eimer (Entschuldigung an die hübschen Eimer dieser Welt!) und auch noch etwas im Kopf hast. Er ist dann zu allem Überfluss auch noch ein gewaltiger Lauch ohne Willensstärke und gibt sein gewohntes Leben und bestimmte Freundschaften auf, um einer Frau gerecht zu werden, die zu schwach ist, mit einer anderen halbwegs attraktiven Frau zu konkurrieren, sei es nur um die Aufmerksamkeit deines Kumpels bzw. ihres Lebensabschnittgefährten. So einen Kindergarten hast du nicht nötig! Strich darunter und ab dafür!
Wenn du tatsächlich an der Situation zerbrichst, kannst du auch vorsichtig anfragen, warum er keine Zeit mehr für dich hat. Doch wenn er nicht den Mut hat, endlich Tacheles zu reden, dann vergiss ihn und seine Angebetete einfach. Das sind dann auch die Männer/Menschen, die sich direkt wieder melden, wenn sie Single sind á la „Hey! Naaa?! Bock am Wochenende was trinken zu gehen?“. Und wenn dieser Tag kommt, wirst du darüber lachen können. Denn wir wissen: Karma is a bitch!

Epilog

Es gibt sicherlich noch viele weitere Konstellationen, in denen es interessant zu betrachten wäre, wie sich Dynamiken in Freundschaften verändern und warum sie dies tun. Wie reagieren männliche Kumpels aufeinander, wenn der eine Kumpel in einer Beziehung steckt und der andere subjektiv betrachtet völlig vernachlässigt wird?
Ich bin der Meinung, dass Männer untereinander teilweise andere Freundschaften pflegen und ich muss zugeben, dass ich immer ein wenig neidisch war, dass Männerfreundschaften in vielen Situationen einem anderen Rhythmus folgen: Männer können sich klischeehaft betrachtet „auf’s Maul hauen“ und hinterher ein Bier zusammen trinken, weil letztendlich verstehen sie sich nach wie vor als Brüder. Manche Frauen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, gehen mit ihren Freundschaften weniger pfleglich um, als ich es bei Männern untereinander beobachte. Oder Kerle sind halt einfach weniger anspruchsvoll und deshalb auch nicht so schnell zu enttäuschen. Schreibt mir Eure Meinung in die Kommentare, ich bin neugierig, was Ihr darüber denkt!

 

Eure Alina

 

Photo source: http://data.whicdn.com/images/14219261/large.jpg

 

Süße Liebe

Hallo liebe Mingles!

Vor Kurzem kam mir ein Gedanke, den ich hier und heute mit dem Universum teilen möchte:

Meiner Meinung nach kann man die performative Qualität eines Männchens des Homo sapiens sapiens in den Bettlaken, die die Welt bedeuten, mit dem Verzehr von Süßigkeiten vergleichen:

1. Der Mann, der mittelmäßig im Bett ist, ist wie „Weingummi“

Weingummi kann mal als Snack zwischendurch ganz schmackhaft sein, aber befriedigt dieser den Appetit nach nur recht kurzweilig. Ausschließlich aufgrund der Süße ist Weingummi ganz nett, aber hinterher fragt man sich, wozu man die unnötigen Kalorien überhaupt verzehrt hat. Und das „ganz nett“ ganz schnell zu „ziemlich scheiße“ werden kann, ist ja bisweilen hinlänglich bekannt. Außerdem wollte man doch schon seit Ewigkeiten damit aufhören sich Gelatine reinzupfeifen! Weil man ist ja schließlich Veggie und so…

Beim Typ Weingummi weiß das Männchen weder was es mit der Klitoris, noch mit dem angeblichen Geheimnis des G-Punkts auf sich hat. Er ist und bleibt mittelmäßig bis unterirdisch, aber hält sich oftmals für den Größten im Bett und eine Steigerung ist einfach nicht drin. Man ist ja schließlich nicht irgendein Sex Guru (außer man fühlt sich hierfür berufen und hat zu viel Zeit!) und hat Besseres zutun, als dem Kerlchen Nachhilfe in Sachen weibliche Anatomie oder gar Leidenschaft zu geben. Das Motto „Besser schlechten Sex als gar keinen!“ ist bei dem Typ Weingummi subjektiv zu beurteilen.

Der Typ Weingummi ist die Art von Stecher, die einem nach dem ersten und einzigen gemeinsamen Liebesakt erst wieder in den Sinn kommt, wenn man seit Monaten auf dem Trockenen und frustriert auf der Couch liegt, sich Junk Food reinzieht, aussieht wie reingeschlagen und sich fragt warum man eigentlich so schlecht gelaunt ist. Dann findet man seine Nummer und seinen WhatsApp Chat unter „Archiviert“ und textet ein semiwürdevolles „Hi, na wie geht’s dir?“. Hinterher seufzt man, zieht den Schlüpper hoch und geht mit seinen Freundinnen was trinken und merkt: Tequila macht wenigstens nicht ungewollt schwanger.

2. Das Männchen, das ganz genau weiß was es mit dir anstellt, ist der Typ „Schokolade“

Der Typ Schokolade weiß was er macht, hat genug Zeit im Übungslager verbracht und kann und wird dir genüßlich auf der Zunge zergehen. Dieser Typ hat durchaus Beziehungspotential, kannst du dir doch den Rest deines Lebens sicher sein, dass er weiß wie er dich glücklich machen kann. Manchmal hat er auch Trauben und Nuss in petto, worauf du nicht so ganz stehst, aber seine Gesamtperformance ist immer befriedigend. Befriedigend im Sinne von gut! Dann und wann wartet er mit besonderen Skills auf, die dich erfreuen, wie ein Oreo Shake an einem heißen Sommertag, aber die Routine kommt früher und später ganz sicher. Jedoch handelt es sich um eine Routine, die dich immer wieder in den Schokoladenhimmel befördert, zumindest auf Wolke 4 oder 5! Und da er doch so gewöhnlich ist, gibt es nicht viel über ihn zu schreiben

3. Das Alpha Männchen, das einem eine neue Welt sexueller Natur eröffnet, ist der Typ Praline

Wenn man ganz viel Glück hat, lernt man solch einen Kerl kennen und währenddessen denkt man immerzu: „Das ist zu gut, um wahr zu sein!“ Und wenn du jetzt sagst, dein Mann oder Freund ist so einer: Vergiss es! Pralinen erlebst du ein Mal oder wenn du sehr sehr viel Glück und eine gewisse Anzahl unterschiedlicher Geschlechtspartner hattest, auch zwei Mal im Leben. Aber solche Männer verweilen nicht. Sie sind ein Geschenk des Sex-Gottes und haben einen Auftrag! Also halte sie nicht fest! Letztendlich bleiben Pralinen zwar eine wunderschöne süße Erinnerung, noch schöner ist diese jedoch, wenn du sie teilst. Mit all den anderen Frauen dieser Welt!
Diese Pralinen-Männer zeigen dir wie schön die Welt sein kann, was du wirklich verdient hast. Sie sorgen dafür, dass du dich so schön wie noch nie zuvor fühlst und zugleich einen Sexappeal ausstrahlst, den andere Männer zwar wahrnehmen, aber nicht genau orten können, woher dieses neue Strahlen deinerseits plötzlich stammt.

Genieß die Zeit mit deinem Pralinen-Mann, lächle bei der Erinnerung an ihn und geh‘ eine Beziehung mit einem Schokoladen-Mann ein. Oder lass es. Katzen sind auch voll awesome. Jeder nach seiner Fasson!

Wie man sieht, sind Männer mit Süßigkeiten zu vergleichen. In einer gewissen Dosis sind Sie Balsam für die Seele, zuviel davon und in einer ungesunden Dosierung und sie tun uns nicht gut und sie machen uns krank. Also erspart Euch das Bauchweh und ein womögliches Fresskoma und genießt Eure Pralinen in angemessener Menge!

Eure Alina

Frauen vs. Schönheit

Hallo liebe Mingles,

ein neuer Blogpost hat nun wirklich lange auf sich warten lassen und das tut mir sehr Leid, denn ich habe viele Gedanken und Fragen, die mich umtreiben und die ich gerne mittels dieses Blogs in den Diskurs stellen möchte. Doch von irgendetwas muss man ja sein Butterbrot bezahlen, dementsprechend habe ich in den letzten Wochen anderweitig viel gearbeitet, versucht meine Freizeit so zu gestalten, dass ich der Familie und Freunden gerecht werde oder auch mal mit der Grippe oder einem verrenkten Nacken im Bett gelegen und mein Schicksal verflucht. Ja, es war nahezu so furchtbar wie ein ordentlicher Männerschnupfen!

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mich tagtäglich beschäftigt und von dem Ihr auch noch öfter lesen werdet, insofern Ihr gewillt sein solltet, meinem Blog in Zukunft weiter zu folgen: Der Umstand des ganz normalen Wahnsinns, wenn es um den Unterschied von Weiblein und Männlein geht, sei es in der Liebe, im Alltag oder in der Gesellschaft generell.

Ich habe zum Geburtstag ein ziemlich interessantes Buch als Präsent erhalten (Danke, meine liebe Marie!) und zwar: „Schlagfertigkeitsqueen“ von Nicole Staudinger, mit dem schmissigen Untertitel: „In jeder Situation wortgewandt und majestätisch reagieren!“

Was auf den ersten Blick nach Selbsthilfebuch anmutet, ist auf den zweiten Blick doch ein starkes Buch, was Frau von heute dazu anhält sich weniger klein zu machen und auf die eigene Stärke in dieser „Man’s World“ zu vertrauen. Ich schmökere nach wie vor in dem Büchlein, aber habe schon nach etwa einem Viertel immer wieder das Bedürfnis laut „Ja genau, Schwester!“ zu rufen, weil es mir immer wieder aus der Seele spricht. Des Weiteren bin ich äußerst schockiert über die Fakten, die aufgezählt werden und zeigen, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann erst seit wenigen Jahrzehnten voranschreitet. Wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass Frauen in Deutschland erst seit 1958 einen Führerschein machen dürfen oder ohne Einverständnis ihres Mannes ein Konto eröffnen können, dann sollte es niemanden wundern, warum der Feminismus nach wie vor ein aktuelles und wichtiges Thema darstellt.

Dies soll keine Buch Rezension werden, doch hat Staudinger mit ihren Zeilen einen ganz persönlichen Nerv bei mir getroffen, den ich hier näher unter die Lupe nehmen möchte:

Nach wie vor ist es in einigen Feldern schwierig ernst genommen zu werden, wenn man das kleine „w“ im Ausweis stehen hat und zusätzlich auch nicht aussieht wie ein Eimer.(Entschuldigung an die hübschen Eimer dieser Welt!) Nun würde ich behaupten, dass ich nicht hässlich bin. Oh mein Gott, ich habe es wirklich gesagt! Schockschwerenot! Als Frau von sich selbst zu behaupten, hübsch zu sein und das auch noch in den Welten des WorldWideWeb ist praktisch eine Garantie für Spott und Hohn. Wie arrogant von mir, nicht wahr? Ich kann tatsächlich in den Spiegel schauen und mich über das was ich sehe freuen, habe ich mir dies auch hart erarbeitet. Manchmal mehr, manchmal weniger… Sonntags zum Frühstück Pizza zu verdrücken ist für mich quasi existentiell.

Es ist gar nicht so leicht, so schön zu sein wie man aussieht.

                                                                                                                                       – Sharon Stone

Ich habe den Eindruck, es ist praktisch vollkommen unerhört zu behaupten, dass man mit seinem eigenen Äußeren zufrieden ist. Zumindest als Frau. Mir scheint es häufig so, als könne ein Mann kann durch die Welt laufen und von sich behaupten: „Ich bin der Größte! Ich bin ein heißer Typ!“ And nobody bats an eye! Aber sobald wir Frauen sagen wie es ist und zwar, dass wir fabelhaft sind: Everyone loses their mind!

Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast.

                                                                                                             – Johann Wolfgang von Goethe

 

Nun komme ich nicht umhin, mich zu fragen, was das Ganze soll. Frau soll selbstbewusst sein, aber bloß nicht zu sehr? Bescheidenheit ist eine Tugend, aber nur bei einer Frau? Wehe der Frau, die mit Komplimenten umgehen kann, weil sie weiß, dass sie fabelhaft ist?

Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. 
                                                                                                                                            – Lil Dagover

 

Mein persönliches Resümee des Ganzen ist, dass dies der ultimative Test ist, ob ein Mann sich 1. wirklich für eine selbstbewusste und vor allen Dingen selbstbestimmte Frau interessiert oder ein Mädchen (und ich sage bewusst „Mädchen“!) sucht, das zu allem „Ja!“ und „Amen!“ sagt.
2. Kann man diesen Umstand perfekt ins Positive verkehren und damit direkt erstmal den Intellekt und das Temperament eines Kerls unter die Lupe nehmen. Und Zack! sollte Frau „Match auflösen“ anklicken… 3. Ich sehe es ganz und gar nicht ein, dass es im Gegensatz zur Tierwelt beim Homo sapiens sapiens in den unsrigen Breitengraden doch zumeist der Fall ist, dass wir Frauen uns ständig aufbrezeln (müssen) und der Mann in Jeans und T-Shirt schlüpft, sich einmal mit nassen Händen durch die Haare fährt, dadurch bereits absolut fantastisch aussieht und wir Komplimente zu unserem harterarbeiteten, erzupften, bemalten und eingezwängten Äußeren nicht einmal schlicht und einfach bestätigen dürfen? Ich möchte das nicht. Und deshalb gehe ich sogar soweit zu sagen, dass die emanzipierte Frau von heute auch einfach mal eigenständig verkünden darf, dass sie fabelhaft, klug, schön, liebenswert und/oder sexy ist.

Und deshalb, meine lieben weiblichen Miterdlinge, selbstbewusst oder unsicher, extrovertiert oder introvertiert, dünn oder kurvig: Ihr seid wunderbar und das dürft Ihr der Welt aber vor allem endlich Euch selbst eingestehen! Ich bitte sogar darum. 

Eure Alina

„Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.“

Hallo liebe Mingles!

Ich hoffe Ihr hattet ein ereignisreiches und schönes Wochenende und genießt Euren Sonntag in vollen Zügen!

Heute möchte ich auf ein ganz besonders empfindliches Thema zu sprechen kommen: Beinahe jeder hatte bereits seine eigene ganz große Lovestory, die gehörig in die Hose ging. Jedem wurde mindestens einmal im Leben so richtig schön das Herz gebrochen und verbrachte anschließend eine gefühlte Ewigkeit im Tal der Tränen.

Es wurde darüber schon so unendlich viel geschrieben, gesungen und gewehklagt. Jedes zweite Liebeslied handelt von einem oder gleich mehrerer gebrochener Herzen. Oder es wird einem indirekt angeraten, doch lieber auf Wolke 4 zu sitzen, anstatt auf Wolke 7. Es scheint als sei der Sturz von der Wolke 7 nun mal zu tief und schmerzhaft für den Interpreten dieses speziellen Songs. Wobei ich mich an dieser Stelle immer frage: Wem zum Henker reicht denn die Wolke 4? Wie langweilig ist das denn?

Love hurts
But sometimes it’s a good hurt
And it feels like I’m alive
(Incubus „Love hurts)

Weil die Thematik des Liebeskummers nie so ganz ohne Kitsch auskommt und man sich sowieso ständig dabei erwischt, doch immer wieder gerade die Songs bei Spotify auszuwählen, die einem noch einen zusätzlichen kleinen Stich ins Herz versetzen, weil man ein erbärmlicher kleiner Masochist ist, wird der heutige Blogeintrag auch mit wunderbar passenden Songzeilen gespickt. Die könnt Ihr Euch dann demnächst unter Eure Facebook Profilbilder (auf dem Ihr unfassbar fabelhaft ausseht, damit sich der Ex/die Ex nur denkt: „Och, nöö!“) tippen, für eine ganz besonders deepe Message.

Lass uns die Wolke vier bitte nie mehr verlassen
Weil wir auf Wolke sieben viel zu viel verpassen
Ich war da schon ein Mal, bin zu tief gefallen
Lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein
(Philipp Dittberner And Marv „Wolke 4“)

Wenn man „Liebeskummer überwinden“ googelt kommen zusammengefasst immer die gleichen Ratschläge: Das Heulen zulassen, sich neue Hobbies suchen, sich mit seinen Freunden austauschen, sich die negativen Seite des Ex/der Ex aufschreiben und auf gar keinen Fall (!) in Alkohol und Drogen flüchten! Wer würde so etwas verwerfliches auch nur jemals in Betracht ziehen? Und wem hätte sowas auch nur jemals geholfen?

Und Ich trinke mir mein Herz aus dem Kopf
Und ich tanze mir dich aus der Seele
Und ich atme dich aus wie den Rauch
Denn du siehst nicht wie sehr ich mich quäle
Und du ahnst nicht wie sehr ich dich brauche
Und ich flirte dich aus meinem Sinn
Und ich tanze und ich denk nich an gestern, weil ich heute nich mehr teil von dir bin
Ich trinke mir mein Herz aus dem Kopf
(Tiemo Hauer „Herz/Kopf)

Ich gehe davon aus, dass eine herzschmerzgeplagte Person eine kurze, jedoch intensive selbstzerstörerische Phase hin- und wieder einfach braucht, um den Weg zu sich selbst zu finden und womöglich auch auszuloten, was man eigentlich nicht braucht, um glücklich zu sein. Zumindest gesetzt den Fall man neigt dazu, hin und wieder in Extremen zu leben. Oder vielleicht spreche ich hier ja auch einfach nur von mir selbst und hoffe inständig, dass es anderen genauso geht.

Mit dem dicksten Schädel seit E.T aufzuwachen, einer sofortig einzuleitenden lebensrettenden Maßname des Zähneputzens die Reste des Wodkas aus dem Kiefer zu spülen und dem abartigen Drang nach einer echt fettigen Pizza und der anschließenden Frage „Was ist letzte Nacht überhaupt passiert?“ und „Wieso habe ich so viele neue Freunde auf Facebook?“, kann auch zu einem wertvollen Aha-Erlebnis führen. Wichtig ist nur, dass man früher oder später selbst die Reißleine zieht, die Abwärtsspirale nur als zeitlich-begrenzte Klassenfahrt betrachtet und nicht vergisst, was einem wirklich gut tut und voranbringt. Was das sein kann, erklären einem die Selbsthilfe-Websites auch eingehend: „Konzentrieren Sie sich auf Ihre Hobbies und Freunde! Melden Sie sich in einem Sportverein an! Lernen Sie eine neue Sprache!“ Oder man betrinkt sich einfach so oft mit seinen Freunden und flucht solange auf das andere Geschlecht, bis die Zeit die Wunden heilt. Jeder nach seiner Fasson…

In letzter Zeit beschäftige ich mich also viel mit dem Thema Schmerz. Aufgrunddessen begegnet mir die Thematik im Alltag viel häufiger als sonst, weil ich natürlich sensibilisiert darauf bin und aufhorche, sobald es darum geht. Kennt Ihr das, wenn man sich für ein bestimmtes Thema brennend interessiert und auf einmal überall darüber liest und man nicht mehr an dem Thema vorbeikommt? Und damit meine ich nicht, dass Euer Facebook Newsfeed auf einmal nur noch Artikel über Herzschmerz und „7 Methoden für den perfekten Blow Job“ anzeigt. Dafür seid Ihr selbst verantwortlich, wenn Ihr etwas ähnliches zuvor bereits gelesen habt, Ihr Ferkel!

In einer der letzten Folgen der vierten Staffel aus der wunderbar schrecklichen Serie „Orange Is The New Black“ (Oh mein Gott! Welch‘ ein Staffelfinale!) spricht eine der Protagonistinnen davon, dass sie bezüglich Schmerz zu einer hilfreichen Erkenntnis gelangt sei, die ungefähr so lautet: Der Schmerz sei immer da, weil das Leben praktisch aus Schmerz bestünde, dagegen sei Leid eine Entscheidung. Ob ich leide oder nicht, läge also in meiner eigenen Macht. Dieser Gedanke hat mich zum Grübeln gebracht. Und nach ein paar Klicks mehr, war ich insofern schlauer als vorher, da der Satz eigentlich vom Dalai Lama stammt und wörtlich übersetzt lautet: „Schmerz ist unvermeidlich, Leid ist Entscheidungssache.“ Und so schnell landet man von einer bitterbösen amerikanischen Frauenknast-Serie beim tibetanischen Buddhismus. Not bad!

Es gibt Schmerz, der kaum zu ertragen ist und in körperliche Schmerzen oder einem den Atem auf (definitiv unangenehme) Weise raubt. Schmerz hat vermutlich auch immer etwas mit dem Schock zutun. Zuerst tritt der emotionale Schock ein und die Schmerzen die darauf folgen, agieren wie die Nachwehen des Schocks. Je weiter der Schock in der Vergangenheit liegt, desto weniger können wir uns in die Situation des Schockmoments hineinfühlen und so wird auch der Schmerz immer leiser und verstummt früher oder später völlig. Im Idealfall ist das so. Selbstverständlich gibt es noch weitaus „heftigere“ Arten von Schmerz als eine unerfüllte oder enttäuschte Liebe. Solche Probleme kommen einem nichtig und klein vor, verglichen mit dem Schmerz, den Tod und Krankheit schaffen können. Auch kann man Schmerz empfinden, wenn man auf der Seite des Partners steht, der eine Beziehung beendet, weil man den anderen nicht leiden sehen möchte.

Doch gemeinsam haben alle Schmerzarten eines: Es werden mindestens zwei der selben Regionen im Gehirn aktiviert, wie bei körperlichem Schmerz. Doch diese Rezeptoren lassen sich beeinflussen und das ist ein grandioser Lichtblick an einem Tag, der bislang ausschließlich aus Sinead O’Connor Songs und Ben&Jerry’s Peanut Butter Cup Eiscreme, bestand!

I went to the doctor and guess what he told me?
Guess what he told me?
He said girl you better try to have fun
No matter what you do, but he’s a fool
‚Cause nothing compares
Nothing compares to you
(Sinead O’Connor „Nothing compares to you“)

Wissenschaftler sind sich einig: „Emotionale Bewertung durch das limbische System beeinflusst die subjektive Einschätzung der Schmerzintensität und das Leiden.“*

Wir können uns also laut dem werten Dalai Lama nicht nur bewusst gegen das Leiden entscheiden, sondern auch die Wissenschaft ist der Meinung, dass wir durch unsere Gedanken und der emotionalen Bewertung, die mit diesen einhergeht die Schmerzintensität verringern können!

Mit Freunden solange reden, bis man den gleichen Gedanken schon 25 mal zum Ausdruck gebracht hat. Feststellen, dass die anderen schon das gleiche durchgemacht haben und sich seine eigenen Mittel und Wege suchen, um mit der Sache umzugehen. Es gibt kein Geheimrezept dafür, aber es gibt durchaus tröstende Momente. Einen meiner eigenen dieser Momente möchte ich hier beschreiben:

Ich hatte mal vor vielen Jahren ein Philosophie Seminar mit dem Titel „Das Erotische Begehren“. In diesem Seminar stellten wir fest, dass die einseitige und damit unerfüllte Liebe, die einzig wahre Liebe darstellen muss. Ja, das ist wirklich so melodramatisch wie es klingt. Ist das nicht super? Es verschafft mir seit Jahren einen tröstenden Augenblick, wenn ich darüber nachdenke, dass Liebe die einfach nur ihrer selbst willen existiert, wirklich wahrhaftig ist. Sie verlangt nichts von dem Geliebten, sie verharrt nicht in einer Erwartungshaltung, sondern existiert nur ihrer selbst Willen. Und wonach könnte der Mensch sonst noch streben, als nach Wahrhaftigkeit?

Zudem macht mit der Autor Robert Betz seit einigen Jahren das Leben leichter, seitdem ich mich mit seiner Arbeit beschäftigt habe: Wenn er beispielsweise schreibt bzw. Vorträge darüber hält, dass man es schaffen kann, dem anderen zumindest auf der seelischen Ebene zu verzeihen. Das klingt sehr esoterisch und fernab der Realität und spätestens jetzt versiegt die Konzentration vieler Leser. Aber seine Theorien basieren auf nichts anderem als z.B. dem Buddhismus. Betz beschreibt, dass man sich nicht zu lange auf dieser Opferrolle des Verlassenen/Verletzten ausruhen darf. Im Sinne von: Du hast dich verliebt! Du hast die Entscheidung getroffen, dich fallen zu lassen! Oder: Du hast dich dazu entschieden, dich zu trennen!

Dir hat auch keiner eine Waffe an die Schläfe gehalten und gesagt „Du verschenkst jetzt dein Herz, sonst bist du tot!“. Verantwortung für sich selbst übernehmen, bedeutet auch, Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen zu übernehmen und nicht immer dem anderen den schwarzen Peter zuzuschieben. Ob Ihr es glaubt oder nicht, so lässt es sich in vielen Situationen leichter durch das Leben wandern. 

Und vielleicht muss man sich von Zeit zu Zeit auch einfach mal seine eigenen Fehler verzeihen, wenn man dem anderen (noch) nicht verzeihen kann.

Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf Euer Feedback!

Mit fröhlicher Zuversicht,
Eure Alina!

*Quelle:https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/fuehlen-koerper/schmerzlich-aber-unabdingbar
Der Titelsatz stammt von Sigmund Freud. 

Auf geht’s!

 

Hallo liebe Mingles,

bevor ich Euch berichte, was es mit diesem Blog auf sich hat und was für spannende Geschichten und Erlebnisse an dieser Stelle ab sofort auf Euch warten, muss ich vorweg nehmen:

Ich wünsche Euch alles was Euch glücklich macht, zum Weltfrauentag und hiermit ein Hoch auf unsere Weiblichkeit! Ihr seid fabelhaft und jeder der das Gegenteil behauptet, lügt! Ich denke, ich darf im Namen aller Frauen in diesem Land mit Fug und Recht behaupten: Wir können von Glück sagen, dass wir in diesen Zeiten und vor allem in diesen Breitengraden leben und ein selbstbestimmtes und freies Leben führen.

Und genau darum soll es auch in dieser Sammlung von Gedanken gehen: Dieser Blog wird eine Ode an die Weiblichkeit, ein Fest der Selbstverwirklichung und vielleicht auch eine Versöhnung mit der „verkorksten Generation Y“, der „Generation Me“ oder, um es auf die Spitze der Absurdität zu treiben, an der „Generation Beziehungsunfähig“. Wer oder was diese Generation sein soll und was sie prägt, darüber gibt es sicherlich tonnenweise Literatur. Wahrscheinlich habt Ihr selbst schon vieles darüber gelesen, vielleicht ist es Euch aber noch gar nicht so bewusst: Schlaue Menschen und auch nicht so schlaue Menschen behaupten immer häufiger „unsere Generation“ werde immer narzisstischer und weniger dazu fähig stabile und gesunde Bindungen einzugehen. Doch ist das wirklich so? Falls dem so ist, wo genau ist das Problem? Ist es überhaupt ein Problem?

In meinem Facebook Newsfeed tauchen tagtäglich unzählige dieser Artikel und Beiträge auf und ich verschlinge diese auf der Suche nach Antworten, doch verkommen sie alle nur noch zu einem Brei an Plattitüden und Klischees: „Du musst erstmal zu dir selbst finden, dann findest du schon jemanden.“; „Der Richtige ist da draußen!“; „Wenn er dich liebt, dann meldet er sich!“ Die echten Antworten kann frau wohl nur durch eigene Erfahrungswerte ausloten und wie zum Geier findet man überhaupt zu sich selbst?

Für mich ist es nun an der Zeit die richtigen Fragen zu stellen! Und selbst wenn wir keine befriedigenden Antworten finden, haben wir doch mehr über uns gelernt, als wir vielleicht zu hoffen vermochten.

Unterschiedlichste Literatur zeigt nur bestimmte Blickwinkel, wie eine Generation tickt. Inzwischen verspüre ich den Drang meinen Blickwinkel mit in die Waagschale zu werfen und vor allem „ganz normale Frauen“ zu Wort kommen zu lassen. Aber was ist denn eigentlich normal? Was wollen Frauen? Was wollen Männer? Was bedeutet für uns Glück? Warum will ich (k)eine Beziehung? Was macht das mit mir, wenn ich beim ersten Date mit ihm schlafe?

Diese und viel mehr Fragen werden in den nächsten Wochen und Monaten auf Euch zukommen und was noch viel essentieller ist: Ihr werdet diejenigen sein, die mir die Antworten geben! Wir gehen zusammen auf Schatzsuche nach der Wahrheit, auch wenn das bedeutet, dass jeder zu seiner eigenen Wahrheit findet.

Ich freue mich auf diese spannende Reise mit Euch Mingles!

Auf los geht’s los!

Eure Alina